Sonntag, 28. September 2008

Salut!
Ich bin endlich angekommen! So sieht ungefähr mein Zimmer aus (man beachte den Bärchenvorhang ^^) "Meine" Familie kommt erst morgen und ab dann darf ich auch kein Wort mehr Deutsch reden (sonst muss ich zahlen :))
Die französische Bahn hat mich übrigens sehr enttäuscht, weil die Ansagen nur auf Französisch waren und ich doch so gern mal ne deutsche Fassung gehört hätte...
Auf jeden Fall gehts mir hier gut und ich bin zuversichtlich, dass des mitm Franz. au no klappt!
Au revoir, Andrea

Samstag, 27. September 2008


Hallo ihr da draußen!
Jetzt geht's bei mir auch endlich los...
Morgen werde ich mitm Zug nach Lyon reisen und im Dezember dann,
fließend Französisch sprechend, zurück kommen.
Machts gut und meldet euch einfach mal (würd mich echt freuen :) )
Grüße (gerade noch so aus Stuttgart)
Andrea

Freitag, 26. September 2008

Der ganz normale Wahnsinn bei Familie Topstad

Hier nochmal alles für die, die nicht im StudiVZ sind...

Als ich heute früh in die halb ausgeräumte, mit Schubladen und Kartons vollgestellte Küche kam, ereilte mich die Nachricht, dass Simmi mal wieder weggelaufen war. Nachdem ich die Kinder zur Schule gebracht hatte, sollte ich ihn suchen gehen. Zudem sollte ich das ganze dreckige Geschirr abspülen - mit Spülmaschine is ja gerade nich! Ich komm also nach Hause, geb der Katze was zu essen (die wird übrigens immer dicker, hoffentlich gibts bald die Babiiieeees!), um mich gleich wieder auf den Weg in den Wald zu machen. Dort laufe ich erstmal ne Weile rum und rufe nach Simmi, aber ich höt einfach keine Antwort... dann gehe ich in den Wald hinterm Haus, aber auch da dauert es seeehr lange, bis sich Simmi bequemt, mal zu bellen. Meiner unglaublichen Gabe "mit Hunden zu sprechen" (gell, Lea?!) ist es zu verdanken, dass Simmi dann sofort zurückgelaufen kam... Nun war also der Abwasch dran... Das ganze Geschirr muss erstmal von oben in meine tolle Küche verfrachtet werden. Ich soll bald angeblich den alten Herd von oben bekommen, dann koch ich mir meinen eigenen Brei *hehe*...und den alten Esstisch bekomm ich auch... Also: Abspülen ist angesagt! Musik an, Handschuhe an und los gehts! Nach ner gefühlten Stunde war ich dann endlich fertig und konnte mich dem Genuss der gestrigen Folge von "Sturm der Liebe" und gaaanz viel Schokoladeneis hingeben :) Nach der Schule kam Christine (ne Freundin von Mathilde) zum Spielen zu uns. Heute gabs mal wieder ne "Mathilde-verkleidet-sich"-Session. Als erstes trug sie ihr Prinzessinenkleid, dann war sie "Kaptein Sabeltann" (das sah vielleicht lustig aus, so ganz ohne Zähne!), dann ein Superheld und ein Löwe und zum Schluss noch ein "Superhelen-Löwen-Pirat"... Christine fand gefallen an Kaptein Sabeltanns Säbel, mit dem sie mich dann eine halbe Stunde lang "in Stücke geschnitten" hat... wenn ich da mal noch heil nach Hause komme! :D Zu "middag" haben wir dann "reker" (=Garnelen) gegessen. Irgendwie schmeckt mir das jedes Mal besser. :) Thom ist bis morgen in Oslo, Eline mit dem Handball in Dänemark und Helene hat heute Nachtwache im Krankenhaus. Mein Norwegisch wird auch immer besser, Helene spricht kaum noch Deutsch mit mir (wenn man mal von unsrer Unterhaltung vorher absieht...^^) ...hier wird es eben nie langweilig, aber ich freue mich schon drauf, morgen Abend zur Sommerhütte zu fahren, denn da gibt's wenigstens ne Küche, in der man sich so verhalten kann, als wär man in der Küche :D Am Dienstag gehts dann weiter in die Berge - Luxus pur eben.

Sonntag, 7. September 2008

Endlich komm ich mal wieder dazu, euch allen zu schreiben, was hier in Argentinien, Ruiz de Montoya, im Übrigen wirklich am Arsch der Welt(!), so los ist. J

Wir sind hier mitten in der Natur. Wahnsinnig schön ist es!

Ich schildere euch einfach mal mein Tagesablauf. Von wegen Urlaub und so...

Also, morgens um 6.10 Uhr klingelt mein Wecker. Draußen ist es noch dunkel und kalt. Oft auch neblig.

Aber manchmal kann man auch wunderschöne Sonnenaufgänge beobachten!

Nach dem Aufstehen gehts erst mal kurz ins Bad. Da wir zu viert sind und es nur ein Bad gibt, muss alles ziemlich schell gehen.

Dann gibts Frühstück. Da es hier nur Weißbrot zu kaufen gibt, essen wir also jeden Morgen Weißbrot-Brötchen. Schmecken n bisschen wie n Schwamm oder so. Aber mit viel Dulce de Leche, eine argentinische Spezialität, die sehr lecker ist, und dazu ein Kaffe oder Tee kann man das Brot essen. Dulce de Leche ist ein Brotaufstrich, der aus Milch und Zucker gemacht wird. So ne Art Karamell.

Dann um Punkt 7.00 Uhr gehen alle aus m Haus. Harro, der Mann im Haus, arbeitet den Tag über mit einigen Angestellten auf Hof, Feldern und im Wald. Anna, seine Frau und Zahnärztin, Patrick, ihr Sohn, 9 Jahre, und ich fahren, da wir etwas außerhalb des Dorfes wohnen ins Dorf. Patrick wird an der Bushaltestelle ausgeladen und geht dann zur Schule in Capiovi. Die nächst größere „Stadt“. Anna und ich fahren weiter in die Praxis und bereiten alles für die Patienten vor. Die Praxis ist klein und familiär, aber es gibt sehr viel zu tun. Um 7.30 Uhr kommen die ersten Patienten. Behandelt wird alles. Egal ob man einen Milchzahn ziehen muss, eine Wurzelbehandlung machen, eine Krone einsetzen oder auswechseln, eine Zahnreinigung machen, kariesbefallene Zähne ausbohren und füllen, Prothesen machen oder anpassen Zähne oder Wurzelreste ziehen bzw. rausoperieren usw. Es wird gemacht, was gemacht werden muss. Und das alles sehr ordentlich und sorgfältig auf diesem Stuhl.

Um 12.00 Uhr kommt der kleine von der Schule zurück. Er kommt zu uns in die Praxis und dann fahren wir zusammen nach Hause zum Mittagessen. Und weil wir in Argentinien sind, gibts jeden Tag Rindfleisch. Mal als Schnitzel, mal als Steak, mal in der Suppe, als Gulasch oder im Eintopf. Das Fleisch kommt alles von den eigenen Rindern. Wir haben ca. 80 Stück. Und jeden Monat werden welche zum Schlachter gebracht. Zwei Tage später bekommen wir dann 50 kg Frischfleisch, das noch geschnitten und eingefroren werden muss. Dabei helfen logischer Weise alle mit.

Nach dem Mittagessen macht der kleine mit Ana seine Hausaufgaben und ich lerne Spanischvokabeln. Ana und Harro sprechen deutsch mit mir und der kleine und alle Anderen spanisch. Ich verstehe schon viel und rede mittlerweile auch schon mehr als am Anfang.

Wenn dann also alle Aufgaben erledigt sind gehts entweder Siesta machen, oder bei schönem Wetter mit Patrick Haus und Hof unsicher machen.

Um 15.30 Uhr gehts wieder los in die Praxis, denn um 16.0 Uhr kommen die nächsten Patienten. Mittags kommen oft kleine Kinder, weil sie morgens in der Schule sind. Sie kommen meist nicht gern, da Argentinier allgemein seeehr wenig Mundpflege betreiben. Dass es so was wie ne Zahnbürste gibt, wissen viele nicht. Und wie man sie richtig benutzt, davon will ich gar nicht erst anfangen. Jedenfalls haben die kleinen Kinder schon wahnsinnig viel Karies. Mindestens die Hälfte der Zähne ist schon ausgebohrt worden und wieder mit Kunststoff gefüllt. Bei den Erwachsenen sieht es nicht anders aus. Hier ist es „normal“ mit 30 Jahren eine Prothese zu haben und vielleicht noch fünf bis zehn eigene Zähne.

Die Praxis ist bis 20.00 Uhr geöffnet, aber es kommt nicht selten vor, dass wir erst um 21.00 Uhr wieder zu Hause sind. Dort wird eine schnelle Verschnaufpause eingelegt und dann gibts noch Abendbrot. Für die Familie das gleiche Brot wie zum Frühstück, für mich Schwarzbrot. Das Brot backt Barbara. Eine der vielen Schweizerinnen, die hier ihr zu Hause gefunden hat. Sie macht auch das Dulce de Leche und Joghurt, Milch usw. Alles sehr lecker. Sie beliefert alle, die Weißbrot nicht mehr sehen können und nach Harro „Vogelfutter“ lieber mögen.

Nach dem Abendessen wird noch etwas geredet oder ein Film geschaut. Es gibt nämlich einen Fernseher, aber keine Sender sondern nur Videos oder DVDs. Wenn ich allerdings Pech habe schauen wir eine der vielen „Volksmusik DVDs“ an. Kastellruder-Spatzen usw. Ich kanns nicht mehr hören! Na ja... und dann gehts meistens so um 23.00 Uhr nach einem anstrengenden Tag ins Bett.

Am Wochenende gibts dann Mal etwas Abwechslung. Aber dazu nächstes mal. J

Die Familie, bei der ich also jetzt ne weile lebe ist sehr nett und freundlich. Abends gehts lustig zu und alle haben immer ne Menge zu erzählen. Sei es vom Arbeitstag, von früher in der Schweiz, Klatsch und Tratsch aus m Dorf oder alte Geschichten. Es gibt für alle ne Menge zu lachen! Auf dem Bild sehen vielleicht alle etwas ernst aus, aber ich hab im Moment noch nicht so viele Bilder. J

Ich hab leider im Moment noch kein Handy, das in Ruiz de Montoya funktioniert, aber vielleicht schon bald...

Ansonsten kann ich mich eben nur aus Puerto Rico melden. Dort hab ich Netz und da gibts auch Internet. Aber ich bin bis jetzt erst einmal dort gewesen. Und das Internet ist sooooo lahm, dass ich in zwei Stunden gerade mal mein Mails gelesen hab. Und bis jetzt waren wir leider nicht noch mal dort. Aber hoffentlich bald wieder...

Alles in Allem bin ich gesund und munter. Natürlich vermiss ich euch , aber mir gehts hier gut. Und mit der Family hab ich echt Glück!

Gaaanz liebe Grüße!!! Auch von der Family!

Die Banane aus Argentinien ;)

Freitag, 5. September 2008

geburtstag und so

heyho...
also erstmal möchte ich hanna nd andrea danken... die geburtstagsgrüße sind echt unschlagbar. vor allem die von dir, hanna, die sms kam nämlich um 23:30 uhr an :D

ich hatte ne echt süße geburtstagsparty. 8 6-jährige mädels, alle verkleidet, sind im wohnzimmer rumgetänzelt, ham mir "happy birthday" vorgesungen und kuchen und eis gegessen xD

grad war ich mit lars mathias beim zahnarzt.. der war ja echt tapfer!^^

so, des wars auch schon.

liebe grüße aus kristiansand :)

Dienstag, 2. September 2008

HAAAAAAPPPPYYY BIIIIRTHDAY! Die JAna hat heute Geburtstag und ich wünsch dir, JANA, alles Liebe und Gute zum 19! Liebe Grüße und ein tolles neues, norwegisches Lebensjahr! Schmatzer Andi (die Braungebrannte)

Sonntag, 31. August 2008

Ein Wochenende in den Bergen

Ich bin wieder daaaaaaa :)...und ich hab wohl an einem Wochenende so ziemlich alles erlebt, was man an einem Wochenende so erleben kann....
Freitag abend sind wir so um 20Uhr losgefahren, dann kamen wir so um 22Uhr an der Hütte an. Es war ehrlich gesagt arschkalt dort - hat ja schließlich auch niemand geheizt. Das haben wir allerdings sehr schnell nachgeholt und dann gabs auch schon "Mittagessen": Shrimps und "Blaumuscheln", Alles in allem sehr lecker, aber irgendwann war Schluss, warum weiß ich nich, ich glaub ja, dass in so Meeresessen irgendwas drin is, das zum Magen sagt "Bis hierher und nicht weiter!!" xDSamstag früh mussten wir ausm Haus, weil Thom ein Meeting hatte. Also sind wir wandern gegangen... Das Ganze war ja ganz nett, bis wir den Weg (der auch nur von einigen Schafen vorgetreten war) verließen. So kamen wir an einen wahnsinnigen "Abhang", der mir nicht sonderlich geheuer war - Mathilde war der Weg dorthin übrigens schon zuwider, aber ich konnte sie immer überreden, mitzukommen (da braucht man ja nicht viele Worte xD). Nun sollten wir also schätzungsweise 4m am Abhang hinunterklettern - so ganz ohne irgendwelche Hilfe, denn die Krüppelbirken sind mehr Deko als Hilfe. Naja, so schlimm war es dann ach nicht mehr, als ich unten war. Ich war nur froh, dass es zum See, zu dem wir wollten, nicht mehr allzu viele Höhenmeter hinabzugehen gab. Am See angekommen gab es erstmal eine VEsperpause. Mathilde wollte glich wieder baden gehen. Nachdem wir uns gestärkt genug fühlten, machten wir uns wieder auf den Weg zur Hütte, wo wir nicht lange verweilten. Thom hatte ja ein Kanu gekauft und das sollte nun eingeweiht werden. Alles hat geklapt und keiner musste unfreiwillig baden gehen. ;) Danach wollte ich allerdings freiwillig baden - war nur blöd, dass man in dem See verdammt lange stehen kann, so dass es nicht erforderlich ist, sich ganz ins eiskalte Bergseenwasser zu begeben... was wir allerdings doch taten xD Jedenfalls war ich froh, dass sich die Sonne des Öfteren blicken ließ. Nach dem Mittagessen war es Zeit für eine kleine Beerenpflücktour, die Helene, Eline und ich mit Bravour bestanden. Zur Belohnung gabs dann nen bringebaer-blaabaer-pie (himbeer-heidelbeer-pie) mit leckerem Eis. Allerdings konnte ich schon beim Essen kaum noch die Augen aufhalten und ich war sehr froh, als ich endlich fertig war und mich hinlegen konnte.Am Sonntag gingen wir das Ganze viel gemütlicher an. Nach einem ausgiebigen Frühstück paddelten wir wieder auf den See hinaus, denn Mathias wollte fischen. Ein kleiner Fisch ließ sich sogar fangen, allerdings fiel er halbtot wieder ins Wasser (ja, er hat noch nach Luft geschnappt :S) und Mathilde musste ihn mit bloßen Händen wieder rausfischen... dann lag er eben zappelnd und vor sich hinsterbend im Boot. essen konnte ich von dem Fisch dann nix mehr!Nachmittags wollte Helene eine kleine Tour laufen und Eline, Simmi und ich gingen mit. War ganz schön spannend so mitten in der Pampa und Pampe. xD Dann haben wir uuuuuuuunendlich viele Heidelbeeren gefunden und uns erstmal durch die Sträucher gemampft. Ja, da hat es mir auch nichts mehr ausgemacht, auszurutschen und voll Matsch wieder aufzustehn... Macht ja aber nix, heutzutage gibt es sogar in den Bergen fließend Wasser ;)So um 8 sollte es dann Richtung Heimat gehen, doch der Spaß war von kurzer Dauer, denn schon hatten wir einen Platten (wenn ihr mich fragt, ist das bei Thoms Fahrstil auch kein Wunder *g*). Nach dem Reifenwechsel konnte es dann endlich weitergehen und um 21:50 waren wir endlich hier und ich konnte für euch wieder das Beste zusammenfassen...
;)